Samstag, 11. Juni 2016

Auf dem Weg zur EnduroBoxer Tour 2016 mit der Husqvarna 701 in Finnland und Russland

Die Husqy 701 bereit für den Einsatz im Finnland - Russland

Die Anreise zur Fähre nach Finnland habe ich mit der 701 Husqy auf Achse gemacht. Das sind von mir zu Hause aus runde 600 km. Die Testmaschine war brandneu und hatte vor meinem Start in Richtung Norden erst 500 km auf der Uhr. Diese Laufleistung hat sie sich von Mattighofen zu uns nach Üchtelhausen auf die Uhr gespult.
Die Sozius - Rasten wurden abgeschraubt.
Ein Fangseil für den Fußbremshebel soll im Ernstfall schützen.
Das GARMIN Montana wurde verkabelt.


Jedoch war die Autobahn wahrlich nicht das Richtige für den BIG-SINGEL. Die 690ccm des Einzylinder bringen zwar bei allen Überholvorgängen immer ausreichend Leistung. Aber der Motor kann schneller als das  Fahrwerk will.
Mit über 160km/h fühlt man sich nicht wirklich sicher, denke ich. Aber zwischen 110 und 130 kann man ganz bequem reisen. Die beste Reisegeschwindigkeit erwies sich bei 100km/h. Doch die feinen Vibrationen, die der große Einzylinder erzeugte, machten meinem Garmin Montana Probleme. Auch die Hände wurden hier beansprucht. Mit meinem Zweizylinder ist die Autobahn wesentlich leichter zu befahren. Die Sitzbank ist nicht so unbequem wie sie aussieht, vor allem bietet sie übermäßig viel Platz, um die Sitzposition zu wechseln. So bin ich nach ca. 300km Autobahn immer wieder mal von vorn nach hinten und hinten nach vorn gerutscht. Der sportliche Einzylinder braucht etwas über 5 Liter auf der Autobahn. Somit lernt man hier schnell mal ziemlich viele Raststätten kennen.
Im Fährhafen angekommen - Unterstütz von Bernd Körber - KTM Körber

Auf der Fähre von Travemünde nach Helsinki fühlt man sich wie im Urlaub. Man kann einfach nicht arbeiten, das ist für mich ungewohnt, aber gut!

Wunderschöne Inseln kurz vor Helsinki

Nach 27 Stunden Fahrt mit der Fähre haben wir uns am Freitag einen schönen Tag in Helsinki gemacht. Während wir auf die Ankunft von Simo Kirssi gewartet haben, konnten wir die schönen Seiten von Helsinki City betrachten. Auch war mal Zei, die Haare schneiden zu lassen und schön Essen zu gehen. Nachts sind wir dann zu Simo nach  Hause gefahren. Bei einer Außentemperatur von 5 Grad war es wirklich kalt!!!



 Bei Einchecken in den Fährhafen.

Den Samstag verbrachten wir mit der Vorbereitung der Motorräder und des Sprinters. Ab Morgen früh werden wir unsere Tour mit dem Besuch der Enduro WM, die gerad in Finnland statt findet, beginnen.


Auch in Finnland wird noch fest geschraubt. Simo Kirssi´s HP2
Weiter Bilder der ANREISE zur EnduroBoxer Tour 2016

Freitag, 3. Juni 2016

Erzbergrodeo in Eisenerz mit dem SWT-SPORTS 2-Ventil Boxer

Ein Erkundungsflug mit PILOT FELIX BAUMGÄRTNER am Erzberg
Natürlich hatten auch wir uns besonders für den Berg aus Eisen  vorbereitet. Wie schon im Vorbericht zu lesen war, wurden von uns  Modifikationen am BMW Motorrad EnduroBoxer durchgeführt. Doch LIVE sieht  alles immer ganz anders aus.
Mit dem BMW MOTORRAD BOXER am ERZBERG 2016

Am Mittwoch spät Abends sind wir in Richtung Österreich aufgebrochen.  Wir hatten ca. 600 km Anreise. Um 4:00 Uhr Morgens schlugen wir unser  Lager vor den Pforten des Erzbergareals auf. Kurz nach 7:00 Uhr gaben  die Sicherheitsdienste die Stellung auf und ließen uns einfahren. Im Paddock des Erzberges war dann schnell ein geeignetes Plätzchen für  unser Basislager gefunden. Direkt vor den Sanitäranlagen. Was sich im  nachhinein als sehr interessant und bequem erwies.
Der Erzberg liegt in Mitten einer wunderschönen Natur
Als wir uns eingerichtet hatten,  konnte ich gleich zur Abnahme. Dort wurden wir alle fotografiert und wir  durften brav den Haftungsverzicht abgeben. Gleich darauf folgte die  technische Abnahme. Diese Hürde war auch blitzschnell gemeistert. Ich  muss sagen für die Masse an Startern waren die zwei Stunden bei der  Anmeldung nicht zu lange.
In der Arena beim EnduroCross 2016
Rund um die Erzberg-Arena konnte man einige Firmen antreffen. Zum  Beispiel hatte Haibike, die übrigens auch aus Schweinfurt kommen, einen  riesigen Stand. Mit einem Haibike – Downhill – Bike konnten Simo und ich  das erste Mal den Berg begutachten. Ja, richtig gehört, der dreifache  ERZBERG-PROLOG – SIEGER war auch vor Ort. Wir trafen uns, um über die  bevorstehende ENDUROBOXER Tour zu reden. Mit dem 8.000 Euro teuren Bike  hatten wir sehr viel Spaß und konnten einiges am eisernen Giganten  anschauen.

Der Donnerstag ging dann schneller um als gewollt und Abends  war nur noch die  Fahrerbesprechung, die für mich wichtig war.
Beim Vorstart des Prolog´s am Erzberg

Am nächsten Morgen war mir etwas flau im Magen, denn das war der Tag auf  den wir seit Oktober hin arbeiten. Mit der Startnummer 1206 war ich  jedoch erst am Nachmittag am Start. So nutzte ich die Zeit und drehte  mal mit einer E-KTM ne Runde auf dem Pacour der Erzbergarena. Die Dinger haben echt Dampf! Um 12:00 Uhr begannen wir, uns auf den Prolog  vorzubereiten. Die Wartezeit im Vorstart kam einem brutal lange vor.  Aber meine BMW-Enduro fand viele Bewunderer. Wir wurden ganz ganz  oft angesprochen, was für uns die Zeit etwas schneller vergehen ließ. Am  Start musste ich mit anhören wie sich der klassische Boxer quälte. Es  tat mir in den Ohren weh, ihn in solche Drehzahlen zu treiben. Nach den  ersten beiden Kehren war dann auch schon die Sicht vorbei. Staub, Staub  und nochmal Staub. Ich gab viel, doch nicht alles, denn das Ziel war, dass  ich noch lebend zu meiner Frau und den Kindern komme. Während ich den  Schatten hinterher fuhr, durfte ich nach dem Überholen des  Vorausfahrenden immer mal wieder die Sonne erblicken. Die Strecke zog sich. Es waren sehr viele enge und für die Geschwindigkeit  anspruchsvolle Passagen eingebaut. Die Kuh durfte nur noch digitales  Fahren erleben. Es gab Vollgas oder es wurde massiv negativbeschleunigt.
Voll konzentriert im ProLog beim Erzbergrodeo
Im oberem Fünftel hatte ich es dann ganz versaut, ich hatte den Boxer  mit dem Endantrieb zwischen zwei sehr große Muldenkipper Reifen gesetzt.
Dieser Fehler war nicht zu verzeihen. Nur mit sehr viel Kraft  konnte  ich das Rad aus der Falle befreien. Mir war klar, dass das kein  Glanzergebnis war. Nach dem Lauf fuhr ich direkt in die Arena. Hier  konnte ich mit dem klassischen Enduro – Boxer sehr viele Fans finden.
Die Rote wurde sehr oft fotografiert und wir erhielten ganz viel Lob.
Der PROLOG beim ERZBERG 2016 mit dem Boxer
Außergewöhnliche Strecke beim Prolog mit dem BMW Motorrad am Erzberg

Abends gab es wieder eine Fahrerbesprechung mit vielen geilen Aufnahmen  direkt vom Fahrtag.

Samstagmorgens war mir klar, nach der durchregneten Nacht kann es gar  nicht so viel stauben wie am Vortag.  Schnell wurde die 2-Ventil GS fit  gemacht und wir bewegten uns gezielt zum Vorstart. Doch diese Idee war  wohl Programm und die Wartezeit multiplizierte sich. Doch werbewirksam war die Wartezeit schon. Es gab wieder sehr viel Interesse an dem  Zweiventil – Boxer, vor allem von den italienischen Passanten. Die  konnten oft nicht glauben, was sie da sehen konnten. Wir beide wurden  oft abgelichtet. Vor dem Start hatte ich das Boxertriebwerk etwas warm  laufen lassen. Somit wollte ich einen Defekt am Boxermotor verhindern.


Der Erzberg Prolog Mit der Boxer BMW from Anthony on Vimeo.

Voll konzentriert griff ich den Berg an. Die Kurven lagen mir viel  besser als am Vortag. Die Sicht war klasse. Wenn ich nicht ein Rennen  fahren müsste, dann hätte ich wunderschöne Blicke in die herrliche Natur  Österreichs genießen können. Auf dem Weg zum Gipfel durfte ich wieder an einigen leichten Einzylindern vorbei segeln. Es hat mir einfach total  viel Spaß gemacht und ich wäre gern nochmal mit dem Boxer nach oben  gefahren. Mit dem 9. Platz in der Zweizylinderklasse bin ich zwar nicht  ganz zufrieden, doch es kommt ja wieder ein Erzbergrodeo und dann habe  ich vielleicht  die Chance, meine Fehler auszubügeln und kann mich noch  gezielter vorberieten. Ein ganz großer DANK geht an meine Truppe, Elmar,  Tony und Gabi und an mein Frau, die das alles immer so erträgt!
In den Fängen der POLIZEI beim Erzberg
 Weitere BILDER vom Erzbergrodeo 2016